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    In diesem Jahr feiert das Museum sein 30-jähriges Jubiläum - Anlass für die Frage - wie sozial ist Österreich 2017 ©Museum der Arbeitswelt

SUPERSOZIAL!?

Vom Armutszeugnis bis zur Mindestsicherung

Passend zu unserer September Coverstory „Bedingungsloses Gundeinkommen – Soziale Hängematte oder notwendiger Systemwechsel?“ empfehlen wir einen Besuch im Museum der Arbeitswelt in Steyr.

Die Ausstellung „Supersozial“ setzt sich unter anderem mit Anfängen des staatlichen Versicherungssystems bis zum heutigen allgemeinen Sozialversicherungsgesetz auseinander.

Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit

Wer ist es wert, unterstützt zu werden? Eine brandaktuelle Frage, die in den letzten 150 Jahren fortlaufend diskutiert und unterschiedlich beantwortet wurde. Sie steht im Zentrum der Ausstellung. Erzählt wird vom gesellschaftlichen Umgang mit Lebensrisiken wie Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit. Die Zeitreise beginnt mit der „Arbeiterfrage“ des 19. Jahrhunderts, die den Anstoß zur Errichtung eines staatlichen Versicherungssystems gab. Politische Auseinandersetzungen begleiteten die Entwicklung von Beginn an. Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, Arbeitsrecht und Kinderbetreuungsgeld – all das, was das österreichische Sozialsystem heute ausmacht, war und ist im ständigen Wandel.

Arbeiter-Wohnbaracke

Schließlich ist die Geschichte der sozialen Sicherung auch eine Geschichte der jeweiligen Verhältnisse und der Menschen, die darin leben und gelebt haben. Grundlage der Schau ist die oberösterreichische Landessonderausstellung „Hilfe“, die für die Präsentation im Museum Arbeitswelt neu in Szene gesetzt wurde. Die Gestaltung holt Vergangenes bewusst in die Gegenwart. Spezielle Features, wie eine rekonstruierte Arbeiter-Wohnbaracke, lassen den Rundgang zum Erlebnis werden.

Diskussion: Welche Gesellschaft wollen wir sein?

In dieser Veranstaltungsreihe können interessierte Menschen darüber nachdenken und debattieren, in welcher Gesellschaft sie leben wollen, wie offen diese sein soll und was sie bereit sind, dafür zu tun. Gerade in einer Welt der Ungewissheit gilt es immer neue und bessere Antworten zu suchen.

Der Start findet im Rahmen des Österreichischen Museumstags am Mittwoch, dem 11. Oktober 2017, statt. Zu Gast wird mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer einer der Initiatoren der „Offenen Gesellschaft“ in Deutschland sein.

Unterstützt wird diese Reihe von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.

Es ist jede Veranstaltung ein informelles, öffentliches Treffen, bei dem alle Teilnehmer/innen eingeladen sind, ihre Meinungen zu äußern und mitzudiskutieren.

SUPERSOZIAL!? - Vom Armutszeugnis bis zur Mindestsicherung

bis 17. Dezember 2017

jeweils Dienstag bis Sonntag 9:00 - 17:00 Uhr

Montag geschlossen

Museum Arbeitswelt Steyr

Wehrgrabengasse 7

4400 Steyr

Web: www.museum-steyr.at

Zusatzinfo: auch im Rahmen der Langen Nacht der Museen kann auch das Museum der Arbeitswelt besucht werden:

Am Samstag, den 7. Oktober 2017, findet die nächste „ORF-Lange Nacht der Museen“ in ganz Österreich statt. Bereits zum 18. Mal initiiert der ORF die Kulturveranstaltung. Museen und Galerien öffnen ihre Türen für kulturinteressierte Nachtschwärmer von 18.00 bis 01.00 Uhr Früh. Neben abwechslungsreichen Ausstellungen werden viele spannende Events und Sonderveranstaltungen geboten. Besucher können aus dem reichen Angebot ihre persönlichen Highlights wählen und alle teilnehmenden Häuser und Veranstaltungen mit nur einem Ticket besuchen.

Alle Infos zu „ORF-Lange Nacht der Museen“